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Armbanduhren

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Als Uhr bezeichnet man ein Gerät zum Messen von Zeit im Allgemeinen, differenziert in Zeitpunkt oder Zeitabstand. Die Bestimmung des aktuellen Zeitpunktes, umgangssprachlich auch Uhrzeit genannt, ist die verbreitetste und alltäglichste Funktion der Uhr. Sie blickt auf eine Entwicklungsgeschichte von mehreren tausend Jahren zurück, und basiert in ihren Ursprüngen auf den elementarsten Gegebenheiten von Tag und Nacht, dem Stand der Sonne. Die moderne Uhr richtet sich nicht mehr nach den natürlichen Bedingungen und ist auch nicht mehr von selbigen abhängig. Ihr liegt klassischerweise das Funktionsprinzip mechanischer Intervalle zugrunde (mechanisches Uhrwerk), oder aber elektronischer Impulse (Digitaluhr). Die präziseste Uhr ist die Atomuhr, basierend auf physikalischen Vorgängen, die als einzige von allen nicht manipulierbar sind und dem realen Verständnis von Zeit im natürlichen Sinne voll und ganz entsprechen. Sie gilt im bürgerlichen Verständnis als unfehlbar, tatsächlich aber wird die internationale Atomzeit aus den Messwerten von mehr als 260 Atomuhren auf der ganzen Welt ermittelt und festgelegt.

Ein historischer Blick auf die Uhr

Klassisch findet eine analoge Zeitanzeige (Indikation) in Form von Zeigern vor einem Ziffernblatt statt. Die heutige Form von Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger entstand jedoch erst im 17. Jahrhundert. Bis dahin besaß die Uhr lediglich einen Stundenzeiger. Die später, und vorwiegend aus den 70er Jahren bekannte, Anzeige via Faltblatt entstand bereits im 19. Jahrhundert, konnte aber erst mit der Digitaluhr konkurrenzfähig zum Ziffernblatt werden, das aber nach wie vor am verbreitetsten ist.

Als geschichtlicher Vorreiter der Uhr gelten die Schattenuhren und die Wasseruhren des alten Ägyptens (16. Jahrhundert vor Chr.). Später, im Mittelalter, gab es neben diesen mechanischen Messungen der Zeit auch physikalische, wie bspw. die Kerzenuhr. Echte mechanische Uhren kristallisierten sich mit den mathematischen Wissenschaften, und der Entdeckung der sogenannten Hemmung heraus – eine Überlieferung, ab wann mechanische Uhren in Form von Räderuhren jedoch tatsächlich Verwendung fanden, gibt es nicht. Das Uhrmacherhandwerk lässt sich jedoch auf die Mitte des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen. Aber der Renaissance waren Uhren zudem der Mode der Zeit unterworfen. Spindelhemmung, Kraftübertragung und das klassische Pendel waren die damals gängigen Antriebsmechanismen. Eine Industrialisierung in Form von Massenproduktionen fand Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Hier findet man auch die Vorgänger der heutigen Armbanduhr.

Stellenwert und Bedeutung der modernen Uhr

Eine möglichst präzise, zuverlässige und überall zugängliche Zeitanzeige dominiert sämtliche wirtschaftliche, soziologische und private Vorgänge der modernen Welt. Sie dient nicht mehr nur der bloßen Anzeige von Zeit, sondern bestimmt nahezu alle Abläufe fast selbstverständlich – die Uhr ist nicht nur maßnehmend, sondern vielmehr maßgebend für unseren Tagesablauf. Sie bestimmt unser Leben wie kein zweites Werkzeug, und nur wenige moderne technische Errungenschaften verursachen bei einem Ausfall mehr Schaden als es eine ungenaue Uhr kann. Ausgehend von einem durchschnittlichen europäischen Singlehaushalt verfügen wir im Schnitt über mindestens 8 Uhren pro Haushalt und/oder Person. Sie finden sich als Armbanduhr am Handgelenk, im Handy, auf dem PC, dem digitalen Festnetztelefon, im Fernseher, auf der Mikrowelle und klassischerweise in der Regel auch mindestens in einem Raum als Wanduhr. Nicht zu vergessen der Wecker im Schlafzimmer, der den Beginn unseres alltäglichen Lebens einläutet. Neben der Uhr als Statussymbol und Accessoire stellt sie das wichtigste und unabdingbarste Utensil unseres täglichen Lebens dar.

Foto: Nikolai Shilov – Fotolia.com

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