Indianer Eine kurze, einfache Definition zu liefern, was es mit dem Begriff "Indianer" auf sich hat, dürfte buchstäblich kinderleicht sein.
Es waren eben die Menschen, die den amerikanischen Kontinent bereits bewohnten, als die ersten Weißen dorthin gelangten. Wann sich allerdings die Indianer in Amerika niedergelassen hatten, das ist bis heute nicht ganz klar. Als Ur-Heimat wird dagegen Asien vermutet, obwohl auch diese Theorie nicht eindeutig feststeht.
Die Bezeichnung "Indianer" hängt wiederum mit der Eroberung durch Europäer zusammen und zwar durch keinen geringeren als Christoph Columbus. Dieser plante nämlich eigentlich eine Reise in die entgegengesetzte Richtung - nach Ostasien, welches zu damaliger Zeit üblicherweise "Indien" genannt wurde. Es dauerte eine Weile, bis Columbus seinen Irrtum entdeckt hatte, aber die Bezeichnung "Indianer" ist bis zum heutigen Tage geblieben.
Dieser Name wurde wohlgemerkt den Ur-Einwohnern Amerikas quasi aufgestempelt, sie selber hatten bis zu jenem Zeitpunkt keinen zu "Indianern" analogen Oberbegriff, sondern definierten sich offensichtlich über die jeweilige ethnische Zugehörigkeit. Dabei weichen die einzelnen indianischen Kulturen derart von einander ab, dass solch eine Gesamtbezeichnung eher zu verstehen sein dürfte wie "Europäer" für die unterschiedlichen europäischen Nationen.
Das Wort "Indianer" löst in Groß und Klein gewisse Assoziationen hervor, die mit Mythos, Magie, auf jeden mit Exotik verbunden sind. Bei Kindern sind "Indianer-Spiele" recht beliebt. |