Indianerschmuck - Arten und Herstellung

Indianerschmuck - Arten und HerstellungIndianerschmuck blickt auf eine noch nicht allzu alte Geschichte zurück.
Angefangen hat alles circa Mitte des 19. Jahrhunderts im Südwesten der USA. Es waren die Navajo-Indianer, die als Erste das Schmuckhandwerk erlernten. Was als kulturelle Ausdrucksweise begonnen haben mag, ist dann später noch zu einer wichtigen Einnahmequelle für die Indianer geworden.

Am meisten bekannt dürfte der Schmuck der Navajo, der Hopi und der Zuni sein, wobei der Türkis oft und gerne für die Verarbeitung genommen wird und bei einigen Stämmen diente er einst sogar als Zahlungsmittel. Als Metall wird hauptsächlich Sterlingsilber verwendet, doch es gibt verschiedene Techniken für seine Verarbeitung. So gibt es einmal die Methode, das Silber solange zu hämmern und feilen, bis es die gewünschte Form angenommen hat. Anschließend werden Muster eingezeichnet. Dann aber gibt es die Verfahrensweise, das geschmolzene Silber in eine Form zu gießen und nach dem Erkalten die gewünschte Form quasi zurecht zu feilen; diese Technik wird Sandcast genannt.

Bei "Chip Inlay" werden dagegen Edelsteinsplitter in die Vertiefungen im Silber eingelegt und solange mit Schleifen und Polieren bearbeitet, bis sie eine gewisse Glätte erreichen. Nicht nur Splitter sondern ganze Steine von länglicher Form werden bei "Needlepoint" eingesetzt, die zu geometrischen Mustern angeordnet werden.

Erwähnenswert ist allemal auch der Schmuck der Santo-Domingo-Indianer, wenn auch der Bekanntheitsgrad hier nicht so hoch sein mag wie bei dem Schmuck der zuvor erwähnten drei indianischen Völker. Es handelt sich meistens um Ketten aus Türkis- und Muschelscheiben.