Nordamerika - Heimat der Indianer

Nordamerika - Heimat der IndianerIn Nordamerika können die indianischen Kulturen grob in drei Gruppen untergliedert werden: die Kulturen der Nordwestküste, die Kulturen im Südwesten sowie Kulturen des südöstlichen Waldlandes. Als älteste Kultur auf dem nordamerikanischen Kontinent werden die Clovis geschätzt, die vor Tausenden von Jahren den heutigen Südwesten der USA besiedelt hatten. Mit der zweiten Einwanderungswelle kamen die Vorfahren der Na-Dene-Indianer und später dann die der Inuit.

Als die Europäer mit der Kolonialisierung Nordamerikas begannen, sahen sie die Ureinwohner als eine Art Barbaren an, nicht zuletzt wohl wegen der technischen Überlegenheit gegenüber einem sogenannten Naturvolk. Zudem setzte verstärkt eine Missionarisierung ein, um die ungläubigen "Wilden" zum christlichen Glauben zu bekehren.

Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich die Einstellung der Europäer gegenüber Indianern grundlegend.
Plötzlich wurden jene Merkmale der Mentalität und Kultur indianischer Völker, die so auffallend verschieden von den waren, die das typische europäische Naturell ausmachten, als positiv ausgelegt. So war die Rede bald nicht mehr von dem "Wilden" sondern vom "Edlen Wilden". Dieses Bild verlor sich in der europäischen Öffentlichkeit allmählich erst Mitte des 20. Jahrhunderts, bis dahin fand es u.a. Eingang in die Literatur, wofür die zahlreichen Verfilmungen der Karl-May-Bücher ein anschauliches Beispiel sein dürften.

Heute sind Indianer in den Vereinigten Staaten lediglich eine Randgruppe, wobei New York die US-amerikanische Stadt ist, die den höchsten Anteil an indianischen Einwohnern aufweist.